Rondo Schulmusik


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Über uns

Vorgeschichte und Philosophie

Wir schreiben die achziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Das praktische Musizieren war in den
Richtlinien und Lehrplänen auch damals schon gefordert. Im Zuge der Schulhausneubauten in den
späten 60 er und in den 70 er Jahren wurden viele Schulen im Rahmen der Grundausstattung
mit einem mehr oder weniger großen Orff-Instrumentarium ausgerüstet.

Die offizielle Lehrerbildung im Volksschulbereich beschränkte sich in Bezug auf das
praktische Musizieren auf die Vermittlung der Inhalte des Orff’schen Schulwerks.*
In den Klassen wurde das Orff-Instrumentarium mehr oder weniger zur Erzeugung von
Klangclustern und –unterlegungen unter Gedichten und Lesestücken und zur Erzeugung
bestimmter Stimmungsbilder benutzt. Vielfach verstaubte es in den Schränken und
wurde überhaupt nicht verwendet. Häufig verteilte man die Instrumente auf die verschiedenen
Klassen, wobei sich jede Lehrkraft das Instrument „besorgte“, das ihm für den oben
genannten Zweck als das Geeignetste erschien. Das Orff’sche Schlagwerk war dem
entsprechend in den Schulhäusern besonders weit gestreut.

In den Jahren 1982 bis 1984 hatte Wilhelm Kohlhepp die Möglichkeit, ein Zusatzstudium
„Elementare Musik- und Bewegungserziehung“ am Mozarteum in Salzburg zu absolvieren.

Mit diesem Wissenshintergrund hielt er im Anschluss daran viele Lehrerfortbildungen.
Er hatte aber auch damals schon den Gedanken, den Einsatz des Orff-Instrumentariums
über das Orff’sche Schulwerk hinaus zu erweitern und Lieder und Spielstücke aus
anderen Bereichen der Musik, wie Weihnachtslieder, Volkslieder, Kinderlieder,
geistliche Lieder und Alte Musik zu verwenden.

Somit gibt es nur wenige Genres, die durch „Orff-musizierende“ Schüler nicht abgedeckt
werden konnten. Warum sollte zur Erreichung des Ziels „Praktisches Musizieren“ nicht auch
einmal ein Schlager aus der Hitparade dabei sein? Für die Schüler brachte und bringt es
auch heute noch viel Spaß, besonders wenn Drum Set und e-Bass hinzu kommen.

Die Arrangements, die er den Teilnehmern der Fortbildungsveranstaltungen gerne zur
Verfügung stellte, wurden ihm förmlich aus der Hand gerissen. Daher lag es nahe, allen Lehrern,
die Bedarf hatten, das Material zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit Gerhard Stöcker wurde 1993

"RONDO-Schulmusik" aus der Taufe gehoben.



Zu den Arrangements:

Die Kinder spielen auswendig, bekommen also das Notenbild der Partitur mit den entsprechenden
Stimmen nicht in die Hände. Die Parts, die die Kinder spielen und sich merken müssen, sind entsprechend
kurz gehalten. Alle Stücke in allen bisher erschienenen Bänden sind mit Kindern in der Praxis musiziert worden.

Die erste Zeile beinhaltet die Melodiestimme (genannt Mel oder Fl). Dies kann eine Gesangsstimme oder
ein Instrument sein. Es folgen wie im Orchester der Größe nach die einzelnen Instrumente Glockenspiel,
Sopranxylophon, Altxylophon, Altmetallophon, Bassxylophon bzw. Bassmetallophon. Zum leichteren
Einprägen wechseln sich wie oben erwähnt, Glockenspiel und Sopranxylophon meist zwei-, drei- oder
viertaktig ab. Für die Hand des Lehrers oder begabte Schüler sind zusätzlich noch Gitarrengriffe notiert,
nach denen evtl. auch die Bassgitarre spielen kann.

Wir haben unsere Stücke gleichermaßen in Schulklassen, Spielkreisen und Arbeitsgemeinschaften gespielt.
Angefangen mit Zweit- und Drittklässern aus den Bänden 2 und 5 bis zu Schülern der 9. und 10. Klasse,
die Gefallen an Stücken der Beatles, Peter Maffay oder Michael Jackson fanden.

Sind Holz- oder Blechbläser in der Gruppe oder Klasse, so ist uns sehr daran gelegen sie zu integrieren,
weshalb in vielen Fällen eine B-Stimme beigefügt ist. Für Akkordeonspieler ist ein Melodiestimmenauszug vorhanden.

In den meisten Fällen wird der Lehrer für seinen Unterricht und für die Unterlagen der Schüler ein Liedblatt
anfertigen. In vielen Fällen haben wir ein Solches erstellt. Es kann entsprechend kopiert, bearbeitet und
in die eigene Arbeitsblatt-Vorlage eingebracht werden. (Siehe Beispiel)

* Das praktische Musizieren im Klassenverband erfolgte neben „Blockflöte für alle“
vereinzelt auch mit den Instrumenten „Melodica“ oder der sog. „Veeh-Harfe“


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